
Rennbahncenter-Vollgas
Lackierung von Lexan-Karosserien
Werkzeug:
Für eine gute Lexankarossen-Bemalung
braucht man nicht viel Werkzeug: 1 gekrümmte Nagelschere für die
Radausschnitte 1 gerade Schere 1 Linierstift (Folienstift F von Staedler
oder Tuschestift von Rothring) 1 Flexibles Linieal 1 Kurvenlineal 1 Kreisschablonen
Pinsel und Farben.
Vorbereitung der Karosse:
Als erstes schneiden Sie die Karosse zurecht,
d.h. Radausschnitte mit der Nagelschere sowie Seiten, Front und Heck mit
geraden Schere. Prüfen Sie, ob das Fahrwerk gut paßt und nirgendwo
schleift. Dann wird die Karosse entweder mit Spiritus oder nichtrückfettendem
Spülmittel entfettet, weil Trennmittelrückstände und Fingerabdrücke
den Lack schlecht haften lassen. Lassen Sie die Karosse in Ruhe trocknen
föhnen oder auf die Heizung stellen kann die Form verziehen Lexan ist
tiefgezogen.
Das Linieren:
Zum Betonen von Konturen und Karossiespalten
verwenden Sie einen permanten Folienstift (z.B. Staedler) der Stärke
F oder S. S ist zwar kleiner aber dafür „verstopft“ der
Stift auch schon mal. Der FStift ist nicht viel breiter, dafür aber
sicherer. Wenn Sie sich vermalt haben, können Sie den Strich breiter
malen oder mit Nagellackentferner wieder weg machen. Der Vorteil dieses
Stiftes ist die einfache und saubere Handhabung. Der Nachteil, daß
er nicht abriebfest und auch nicht lichtecht ist. Die Linien bekommen mit
der Zeit einen transparenten, violetten Schimmer. Sollten Sie des öfteren
gerne Lexankarossen bemalen wollen, empfiehlt sich der Kauf des grauen Permanenttuschestift
(Stärke 0,35 mit Permanenttusche „P“) von Rothring. Der
ist zwar teuer, dafür aber erstklassig im Ergebnis. Die Tusche ist
absolut abriebfest und lichtecht. Wenn Sie sich hiermit vermalen, hilft
nur Übermalen oder Wegkratzen mit einem Cutter/Bastelmesser. Linieren
Sie alle Karosseriekonturen die Sie betonen möchten. Das sind z.B.
die Fenstereinrahmungen, Scheinwerfer, Kühler, Lüftungsöffnungen
etc. Die Karosseriespalten wie z.B. Türen, Hauben, Verbreiterungen
etc. müssen nicht liniert werden. Das ist Geschmackssache muss jeder
für sich entschieden. Versuchen Sie so viele Linien wie möglich
von innen in die Karosse zu malen. Das verhindert, daß man durch die
Lexanstärke unter der Linie hindurchsehen kann. Je nach Blickwinkel
würde das z.B. an Fensterrahmen oder Sportstreifen unsauber bzw. übergemalt
aussehen. Das sollten Sie auf jeden Fall bei dicken Lexankarossen wie White
Point oder Carlson machen bei dünnen, wie z.B. Parma ist es nicht so
zwingend notwendig, denn es ist auch nicht einfach und Bedarf Übung.
Verwenden Sie als Zeichenhilfe ein flexibles Lineal sowie Kurvenlinal und
evtl. Kreisschablone. Achten Sie immer darauf, das Sie die Seite mit der
Tuschekante verwenden, sonst läuft die Farbe unter das Lineal. Wenn
das Lineal keine hat, kleben Sie 1-2 Streifen Kreppband drunter. Wenn Sie
die Zeichenhand nicht in richtiger Höhe zum Auto ruhig halten können,
legen Sie sich z.B, ein paar Bücher zum Abstützen drunter. Oder
mein persönlicher Geheimtipp: 2 Pfund Kaffee.
Decals:
Falls Decals/Wasserschiebebilder verwendet
werden, müssen Sie diese von innen anbringen. Zum einen zum Schutz
bei Abflügen, zum anderen weil sie auf der glatten Lexanoberfläche
nicht dauerhaft kleben bleiben. Lösen Sie die Decals im Wasserbad und
ziehen Sie sie vorm Auftragen noch einmal mit der Oberseite über das
Trägerpapier, damit Sie auf dieser Seite auch Klebstoff haben. Denken
Sie daran, das Sie die Decals „verkehrherum“ einkleben. Lassen
Sie den Bildern einen Tag Zeit zum trocknen und schützen Sie abschliessend
die Decalkanten mit Klarlack damit keine Farbe unterlaufen kann.
Das Lackieren:
Lexankarossen werden zum Schutz der Farbe
immer von Ihnen lackiert. Dadurch ergibt sich außerdem automatisch
ein hochglänzendes Aussenfinish, auch wenn Sie matte Farben verwenden.
Möchten Sie also z.B. eine schwarz matte Motorhaube darstellen, müssen
Sie diesen Bereich von aussen lackieren. Die erste Wahl des Lackes sind
Lexanfarben, z.B. von Tamiya. Sie können für dickere Lexankarossen
aber auch Revell oder Humbrol-Farben verwenden, weil diese Karossen sich
nicht so stark verwinden wie z.B. Parma-Karossen. Das Lackieren mit der
Airbrushpistole ist nicht erforderlich. Es ist nur zeitaufwendiger und durch
die Innenlackierung komplizierter und führt auch zu keinem besseren
Ergebnis. Nur bei Verlaufs- oder Metalliclackierungen sollte man diese Art
der Lackierung wählen. Verwenden Sie dann Holzleim, um Bereiche - wie
z.B. Scheiben - abzudecken. Nach der Lackierung können Sie dann den
trockenen Holzleim wie eine Folie einfach wieder abziehen. Beim Lackieren
mit dem Pinsel sollten sie lieber 2-3 dünne Schichten statt einer dicken
auftragen. Die Farbe hält dadurch wesentlich besser. Achten Sie bei
Silber- und Goldtönen darauf, ob die wirklich richtig aushärten.
Die silbere Farbe von Revell löst sich beim übermalen mit anderen
Farben wieder an. Verwenden Sie stattdessen lieber die Farbe Alu oder Eisen.
Das gleiche gilt übrigens auch für Metallicstifte.
Aufkleber:
Wenn Sie statt Decals Aufkleber verwenden,
kleben Sie diese abschliessend von aussen auf. Die Karosse ist jetzt fertig
vorbereitet für das Verkleben von Fahrerinnenteil und Chassis.
Das Wichtigste ... ... zum Schluß:
Lassen Sie sich Zeit - und nicht entmutigen!
Gerade das Linieren der Konturen ist absolute Übungs- und Nervensache.
Achten Sie darauf, daß Sie am Anfang nicht zu viel wollen. Wer rennen
will, muss eben erstmal laufen lernen.
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25.11
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