
Rennbahncenter-Vollgas
Episode 2
Doch dann kam er, der erlösende Anruf.
Kumpel Georg hatte auf eigene Initiative im Süddeutschen Eisenbahnmuseum
in Heilbronn/Böckingen zwecks Unterschlupf nachgehakt. Ein erster Schnupperbesuch
beim Verantwortlichen stand im Terminkalender und wir rannten offene Türen
ein.
Herr Nicklich, unser Gesprächspartner war begeistert von unserem Vorhaben.
Im Gespräch stellte sich heraus das er in den Sechziger selbst mit dem
Slotköfferchen übers Land gezogen ist. Nach einem Rundgang über
das Gelände, einem ehemaligen DB-Betriebsgelände mit Gleisanlagen,
riesiger Reparaturhalle und historischem Lokschuppen nebst denkmalgeschützter
Drehscheibe führte er uns in das Verwaltungsgebäude. Hier hatten wir
die Möglichkeit mehrere leerstehende Räume zu besichtigen.
Spontan entschieden wir uns für einen Raum in dem früher Seminare
abgehalten wurden. Der Startschuss erfolgte, zuerst stand eine Arbeit an die
so nicht in diesem Umfang einkalkuliert war. Das Spiel wie bekomme ich, damals
zwölf Leute, unter einen Hut stand auf der Tagesordnung.
Auf der ersten Mitgliederversammlung wurden Vorschläge über Raumgestaltung,
Bahn, Art der Gemeinschaft und am wichtigsten wie sieht die Finanzierung unseres
Vorhaben aus gesammelt.
Auch zum Teil nicht enden wollenden Diskussionen standen die
Rahmenbedingungen und wir schritten zur Tat. Nach der Renovierung (Malerarbeiten)
ging es an die Bahn. Eine vierspurige Carrera 124 mit 32 m Länge, entworfen
auf dem SlotMan entstand in den kommenden drei Monaten.
Als größter Hemmschuh entpuppte sich der Plan einer perfekten Stromversorgung.
Aktuell in der Car on Line gelesen stand fest das die Stromleiter der Carreraschienen
mit Kupferdraht durchzogen werden. Zur Info an alle die sich das auch antun
wollen, es lohnt sich!
Selbst ein Flexicar kann mit einer Reglerstellung im Schneckentempo ohne Geschwindigkeitsdifferenzen
um die Strecke gefahren werden. Nächster Punkt war die landschaftliche
Ausgestaltung der Bahn. Unser Lastenheft beinhaltete Tribünen Grünanlagen,
Boxengasse und eine Höhendifferenz in der Streckenführung.
"Aus dieser Zeit stammt auch ein oft gehörter Spruch „Wer baut
hat Recht“ was so viel zum Ausdruck bringen soll, das redenschwingend
mit den Händen in der Hosentasche nichts fertig wird." So können
wir heute, genau ein Jahr nach der Besichtigung unseres Renncenters auf eine
attraktive Bahn schauen, die unheimlichen Spaß zu fahren macht. Bei ersten
Rennläufen z.B. ein super Weihnachtsrennen diesmal im
T-Shirt und dem Endlaufes
des Neckar/Enz Pokals wurden wir hinsichtlich des Fahrspaßes immer wieder
von Rennteilnehmern und Gastfahrern gelobt.
last update
25.11
Reglement 2010
11.05
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