
Rennbahncenter-Vollgas
Episode 1
Längst war das heimische Wohnzimmer zu klein geworden und uns, mittlerweile
durch Rainer verstärkt drängte es nach größerem. Räumlichkeiten
zu finden stellte sich als nicht wirklich zufriedenstellend heraus.
Zu teuer,
zu klein oder so ähnlich da erzähle ich wahrscheinlich nichts Neues.
Ein Arbeitskollege bot als Notbehelf dann einen ca. 30 qm Raum in einer Scheune
an. Keine Beleuchtung, Toilette oder Heizung dafür im ersten Stock, zu
erreichen über eine Leiter und freie Sicht auf den Dachstuhl. Besser als
nichts dachten wir und machten uns ans Werk.
Aus Carrera Exklusiv Schienen entstand die erste vierspurige Strecke in Form
einer verschobenen Acht. Diese Bahn bildete dann für die nächsten
Jahre, natürlich oftmals erweitert, unsere Basis für das neugewonnene
Hobby. Nur ein Beispiel mit welchem Enthusiasmus wir allen Widrigkeiten getrotzt
haben, war eines unserer Weihnachtsrennen. Samstag vor Heiligabend trafen wir
uns verstärkt durch ein paar Freunde.
Der Umstand das es draußen –10° C hatte, entgegneten wir mit
Heizstrahlern elektrischen Heizlüftern und „etwas“ Glühwein
und ausgesprochen guter Laune. Doch bei 5m Deckenhöhe stellte sich zumindest
der Versuch der äußerlichen Erwärmung gegen die Kälte als
lächerlich heraus. Inneres Anwärmen das Klappte hervorragend, wir
mußten nur Obacht geben das keiner die Leiter herunterpurzelte.
So stellte sich nach und nach der Weihnachtliche Glanz in unseren Augen ein.
Gegen später kam noch Schneefall hinzu der bei diesen Minusgraden bei jedem
Windstoß wie Puderzucker durch die Dachziegel auf die Rennstrecke fiel.
Zu guter Letzt knallte dann die Sicherung durch. Irgendwie verkraftete Sie die
mittlerweile stark erhitzten Kabeltrommeln nicht. Ach ja, Kunststoff und Minus
Grade vertragen sich auch nicht was eine Anzahl zerstörter Karosserien
bewies.
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25.11
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